Kaffee zählt zu den beliebtesten Getränken in Deutschland. Er schmeckt, macht wach und ist für viele ein fester Bestandteil des Alltags. Doch hinter der Tasse Kaffee verbergen sich oft Ungerechtigkeit und Ausbeutung. Um über die ökologischen und sozialen Schattenseiten des Kaffeekonsums aufzuklären, zeigt Künzelsau vom 18. März bis zum 1. April 2026 die Ausstellung „Kaffee – Genuss. Macht. Ausbeutung.“ im Foyer des Rathauses. Die Ausstellung informiert umfassend über Anbau, Geschichte, Arbeitsbedingungen und Machtverhältnisse in der Kaffeeproduktion. Sie zeigt auf, wie Kleinbäuerinnen und Kleinbauern weltweit durch Klimawandel, schwankende Weltmarktpreise und steigende Produktionskosten zunehmend unter Druck geraten. Während große Unternehmen hohe Umsätze erzielen, leben viele Kaffeefarmer unter prekären wirtschaftlichen Bedingungen. Auch die Umwelt leidet oft unter der konventionellen Kaffeeherstellung. Gleichzeitig liefert die Ausstellung Anregungen, wie Verbraucherinnen und Verbraucher sich für einen fairen und nachhaltigen Kaffeegenuss einsetzen können. Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht die Dimension des Themas: Weltweit werden täglich rund 2,25 Milliarden Tassen Kaffee getrunken, die Bewohnerinnen und Bewohner der EU liegen dabei an der Spitze. In Deutschland liegt der durchschnittliche Konsum bei etwa vier Tassen pro Tag.
Hintergrund Künzelsau trägt seit März 2015 den Titel „Fairtrade-Stadt“. In Zusammenarbeit mit der lokalen Steuerungsgruppe und weiteren Akteuren werden regelmäßig Aktionen und Projekte rund um das Thema Fairer Handel umgesetzt. Die Ausstellung „Kaffee – Genuss. Macht. Ausbeutung“ findet in Kooperation mit der Fairen Stadt Langenburg statt. Am Ostermontag ist sie zudem im Rahmen des Ostermarktes im Rathaus in Langenburg zu sehen, bevor sie anschließend für eine Woche im neuen Welt.Raum in Schwäbisch Hall, Gelbinger Gasse, gezeigt wird.