Neues Rathaus. Foto Olivier Schniepp.

Baggerbiss zum Start: Erschließung eines neuen Wohnbaugebiets in Künzelsau beginnt

Gaisbach wächst weiter: Hundert neue Bauplätze entstehen

Mit dem Baggerbiss das offiziellen Startzeichen gesetzt: Die Erschließung für das Wohnbaugebiet Haselhöhe in Gaisbach.
Mit dem Baggerbiss das offiziellen Startzeichen gesetzt: Die Erschließung für das Wohnbaugebiet Haselhöhe in Gaisbach.

Heute, 3. Februar 2020, starten die Erschließungsarbeiten für ein rund zehn Hektar großes Baugebiet in Künzelsau-Gaisbach. Voraussichtlich werden mehr als acht Millionen Euro im Rahmen der Erschließung dort investiert. Bernd Willibald vom Ingenieurbüro für Baulandentwicklung aus Bald Waldsee erschließt das Wohngebiet gemeinsam mit der Stadtverwaltung Künzelsau. An dem regnerischen Montag steigt Bürgermeister Stefan Neumann auf den Bagger. Anstelle eines Spatenstichs gibt er mit einem Baggerbiss das offizielle Startzeichen für die Erschließungsarbeiten des Wohnbaugebietes Haselhöhe, die im Hintergrund schon in vollem Gange sind. Vor Ort mit dabei sind Vertreter der Planungsbüros und Baufirmen, sowie Mitglieder des Gemeinde- und Ortschaftsrats.
 
„Hier entsteht Raum für neue Wohn(t)räume!“ steht auf dem Bauschild am Eingang des neuen Wohnbaugebietes Haselhöhe in Gaisbach. Dort laufen bereits seit Ende des letzten Jahres die Bauarbeiten zum Aldi-Markt, der die wohnortnahe Versorgung der künftigen Bewohner des Neubaugebietes von Anfang an sicherstellen wird.
 
Bürgermeister Neumann und Ortvorsteher Bernhard Kürschner wünschen zunächst der ausführenden Baufirma Wolff & Müller, dem Erschließungsträger Bernd Willibald sowie später den privaten Bauherren gutes Gelingen beim Bauen. „Und, ich will Sie herzlich willkommen heißen in Gaisbach“, so Kürschner. Bernd Willibald freut sich, „starke Partner gefunden zu haben.“ Dass die Maßnahme trotz der Preissteigerungen, dank der Baufirma Wolff & Müller, doch noch innerhalb der Kostenprognose von 2017 liege, zeige ihm, dass es auch weiterhin mit der Baufirma gut klappen wird.
 
Geplant sind 81 Bauplätze für Ein- und Zweifamilienhäuser und 13 Bauplätze für Geschosswohnungsbau. Der Großteil der Bauplätze entsteht auf privatem Baugrund. Rund 30 Bauplätze werden auf städtischer Fläche erschlossen und von der Stadtverwaltung Künzelsau verkauft. „Wenn alles glatt und nach Plan läuft, das Wetter mitspielt und auch sonst nichts Unvorhergesehenes passiert, können 2021 die ersten privaten Häuslebauer mit dem Bau ihres Eigenheimes starten“, gibt Bernd Scheiderer, Technischer Leiter der KünWerke, als Ausblick. Zwischen 220 und 260 Euro kostet der Quadratmeter voraussichtlich. Den endgültigen Preis wird der Gemeinderat in einer seiner nächsten Sitzungen erst noch beschließen.
 
Bebauungsplan in vier Bauabschnitten umsetzen
 
Nachdem im Rahmen der fünften Fortschreibung des Flächennutzungsplans noch weitere Flächen für die Wohnbebauung in Gaisbach dazukamen, beschloss der Gemeinderat der Stadt Künzelsau am 4. Februar 2014 ein Wohnbaugebiet mit zirka 33 Hektar auf den Weg zu bringen. Mit dem Bebauungsplan wurde das Büro Baldauf aus Stuttgart beauftragt. Leider zeigte sich nach der ersten Anhörungsrunde, dass es so gut wie unmöglich sein wird, so ein großes Baugebiet auf einen „Schlag“ durchzubringen, so dass beschlossen wurde, die Realisierung in drei oder vier Abschnitten anzugehen.
 
Somit wurde der erste Abschnitt Haselhöhe I mit zirka zehn Hektar angegangen, der auch den Standort für den Aldi als Sondergebiet enthält. Außer einem kleinen Mischgebiet wird Wohnbebauung in unterschiedlichen Varianten ermöglicht, vom Geschosswohnungsbau bis zum Reihenhaus.
 
Auch für eine gewünschte Stadtbahn wurde eine Trasse vorgesehen, so dass das Baugebiet nicht nur straßenmäßig, sondern auch über die Schiene eine gute Anbindung bekommt. „Aber das ist noch etwas Zukunftsmusik“, sagt Bürgermeister Stefan Neumann, der sich dem Gemeinderat für die Weiterführung der Stadtbahntrasse bis Künzelsau stark macht. „Das Interesse an den Bauplätzen ist riesengroß, so dass wir bereits an die Erweiterung denken müssen.“
 
Bedingt durch die finanzielle Situation der Stadt Künzelsau im Jahr 2014/2015 war es nicht möglich, die Grundstücke, wie bis dahin üblich, im Vorfeld zu hundert Prozent aufzukaufen, zu erschließen und die Bauplätze durch die Stadt zu veräußern.
 
„Wir mussten also neue Wege gehen bei der Umsetzung des Baugebietes“, so Bürgermeister Stefan Neumann. So wurde mit dem Büro IBW aus Bad Waldsee, vertreten durch Herrn Willibald, ein Erschließungsvertrag abgeschlossen, das Büro Hell bekam den Auftrag, die gesetzliche Baulandumlegung zu begleiten. Das führte dazu, dass einige der Eigentümer ihre Grundstücke an Bauträger veräußerten, die nun durch die im Februar 2019 abgeschlossene Baulandumlegung Eigentümer einiger Grundstücke geworden sind. Auch die Firma Aldi konnte sich auf diese Art und Weise das Grundstück sichern.
 
„Das hört sich heute alles sehr einfach und leicht an, tatsächlich waren es jahrelange Verhandlungen, die geführt werden mussten, bis alles in trockenen Tüchern war“, so Bürgermeister Neumann, der Bernd Willibald für die erfolgreiche Arbeit, Volker Hell für die gelungene Baulandumlegung und schließlich allen Eigentümern, die sich dem Baugebiet gegenüber wohlwollend gezeigt haben.

Baugebiet Haselhöhe in Gaisbach: Zahlen, Daten, Fakten  (59 KB)

Bauplätze

81 Bauplätze für Ein- und Zweifamilienhäuser
13 Bauplätze für Geschosswohnungsbau

Städtische Bauplätze:
Quadratmeterpreis voraussichtlich 220 und 260 Euro

Weitere Informationen zu den städtischen Baugrundstücken:
Stadtverwaltung Künzelsau, Roswitha Deptner,
Telefon 07940 129-414, bauen@kuenzelsau.de

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