Blick auf das neue Rathaus in Künzelsau.

Matthias-Krämermarkt am 24. Februar 2026 in Künzelsau

Erster traditioneller Krämermarkt im Jahr mit Genießermeile

Viele Menschen auf dem Krämermarkt. Mit Marktständen und dem Alten Rathaus im Hintergrund.
Der Matthias-Krämermarkt am 24.02.2026 in Künzelsau. Foto: Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH.

Der erste von drei traditionellen Krämermärkten des Jahres findet in Künzelsau am Dienstag, 24. Februar 2026, statt. Rund hundert Markthändlerinnen und Markthändler präsentieren von 8.30 bis 18 Uhr ihr vielfältiges Angebot. Dieses reicht von Bekleidung, Schmuck und Spielsachen über Gewürze und Haushaltswaren bis hin zur beliebten Marktwurst.

Ergänzt wird der Krämermarkt durch die Genießermeile am Unteren Markt, die von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist und mit einem abwechslungsreichen Essens- und Getränkeangebot zum Verweilen einlädt. Für musikalische Unterhaltung sorgen von 14 bis 18 Uhr „Couchgesang“ mit einem stimmungsvollen Programm.

Im Zusammenhang mit dem Markt kommt es zu Verkehrsregelungen. Die Hauptstraße und der Obere Bach sind am Dienstag, 24. Februar 2026, gesperrt. Ebenso gesperrt sind die Stuttgarter Straße ab der Alleekreuzung sowie die Komburgstraße. Die Zufahrt zur Rathaustiefgarage über die Stuttgarter Straße bleibt frei. Die Komburgstraße ist aus Richtung Morsbach für Anlieger befahrbar. In der Stettenstraße und in der Keltergasse gilt absolutes Halteverbot, das unbedingt einzuhalten ist, um Behinderungen des Durchgangsverkehrs zu vermeiden. Die Bushaltestelle „Bären“ wird in die Austraße verlegt.

Drei PErsonen unter einem weißen Pavillon und Instrumenten.
Live-Musik mit Couchgesang. Foto: Stadtverwaltung Künzelsau.

Der Krämermarkt blickt auf eine lange historische Tradition zurück:

Künzelsau zählt zu den ältesten Marktstandorten der Region. Bereits um 1390 soll Kaiser Wenzel dem Marktflecken das Marktrecht bestätigt haben. Damit wäre der Künzelsauer Markt sogar älter als der bekannte Markt auf der Muswiese. Der heutige Matthiasmarkt am 24. Februar ist jedoch vergleichsweise „jung“. Ursprünglich fand der dritte Künzelsauer Jahrmarkt am 20. Juli, dem Tag der Heiligen Margaretha, statt. Dieser Termin erwies sich als ungünstig, da er mitten in die arbeitsreiche Sommerzeit fiel, weshalb der Markt häufig ausfiel und schließlich längere Zeit ruhte.

Im Jahr 1643 erinnerte man sich an einen dritten Markt neben dem Johannes- und dem späteren Simon-Judä-Krämermarkt. Nach Recherchen im damaligen Archiv in der Sakristei der Kirche stellte sich heraus, dass Künzelsau tatsächlich das Privileg für drei Jahrmärkte besaß. Daraufhin wurde beschlossen, den Markt wiederzubeleben. Nach jahrelangen Verhandlungen gelang es 1661, den Margarethenmarkt auf den Tag des Heiligen Matthias zu verlegen. Nachdem keine konkurrierenden Märkte in der Umgebung entgegenstanden, etablierte sich der Matthiasmarkt dauerhaft. Während in der Stadtrechnung von 1660 noch der Margarethenmarkt erwähnt wird, taucht in der nächsten erhaltenen Rechnung von 1663 bereits der Matthiasmarkt auf.
 

Der Name „Maddäslich“, mit dem die Künzelsauer im Volksmund bezeichnet werden, soll auf diesen Markt zurückgehen. Als einer der ersten Märkte im Jahr gilt er traditionell als Auftakt nach dem Winter – ganz im Sinne des Sprichworts: „Der Maddeis bricht´s Eis.“