Blick auf das neue Rathaus in Künzelsau.

Erfolgreicher „Künzelsauer Abend“ mit rund 300 Teilnehmenden

Gesundheit, Bildung und Mobilität:

Blick über die Köpfe der Stadtkapellenmitglieder hinweg von der Bühne in die Stadthalle, Gäste im Hintergurnd
Die Stadtkapelle Künzelsau unter der Leitung von Stefan Bender eröffnen den Künzelsauer Abend. Foto: Carmen Schniepp, Foto Linke GmbH.

Die Stadtverwaltung Künzelsau zieht eine positive Bilanz des diesjährigen „Künzelsauer Abends“ am 19. März 2026. Rund 300 Einwohnerinnen und Einwohner nahmen an der Einwohnerversammlung teil und füllten den großen Saal der Stadthalle fast bis auf den letzten Platz. Unter dem Jahresmotto „Gesund in die Zukunft – Künzelsau geht voran“ stand ein Thema im Mittelpunkt, das auf großes Interesse stieß. Insbesondere die Zukunft des ehemaligen Krankenhausareals bewegte viele Anwesende, was sich in zahlreichen Nachfragen im Anschluss an den Vortrag von Bürgermeister Stefan Neumann widerspiegelte.

Die finanzielle Lage der Stadtverwaltung stellt sich weiterhin positiv dar. Mit einem Gesamtetat von 67,37 Millionen Euro investiert Künzelsau im laufenden Jahr rund 25 Millionen Euro in Infrastruktur sowie in zukunftsweisende Projekte. Auch die Einwohnerentwicklung ist erfreulich: Die Bevölkerungszahl stieg im vergangenen Jahr um 104 auf insgesamt 16.535. Mit der Strategie 2040 wird der bereits 2013 begonnene strategische Kurs konsequent fortgeführt. Zentrale Themen wie Zusammenhalt, Infrastruktur, Gesundheit, Klima, Wohnen und Mobilität, die sich in verschiedensten Projekten und Vorhaben niederschlagen, wurden präsentiert und an Infoständen vorgestellt. Neben städtischen Projekten stellte auch die Feuerwehr, und das Deutsches Rotes Kreuz ihre Arbeit vor. Darüber hinaus stießen touristische Angebote sowie Bauprojekte im Bildungs- und Gemeinschaftsbereich auf reges Interesse.

Besuchende und Angestelllte vor den Stellwänden
Fragen, informieren und austauschen, dafür ist der Künzelsauer Abend da - und wird auch genutzt. Foto: Carmen Schniepp, Foto Linke GmbH.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung des ehemaligen Krankenhausareals zum Gesundheitscampus medikün. Hier sind bereits erste Fortschritte erkennbar. So wurde der Bereich Radiologie auf über 500 Quadratmeter erweitert. Darüber hinaus sind ein Café mit Mittagstisch, Veranstaltungsangebote, eine Kindertageseinrichtung für Kinder von in Gesundheitsberufen arbeitenden Eltern sowie 30 Kurzzeitpflegeplätze geplant. Ergänzt werden soll das Angebot durch weitere Therapie- und Beratungsleistungen sowie zusätzliche Facharztpraxen. Ein Abriss von Gebäudeteilen ist nach aktuellem Stand nicht erforderlich.

Auch der gesellschaftliche Zusammenhalt und die Mitsprache wurde als zentrales Anliegen hervorgehoben. Mit der Einrichtung von Bürgerbeiräten in den Stadtteilen Taläcker, Garnberg und Nagelsberg startet ein zweijähriges Pilotprojekt, das eine stärkere Einbindung der Interessen vor Ort ermöglichen soll. Zudem wurde die Ankündigung positiv aufgenommen, künftig allen Vorschulkindern einen Schwimmkurs zu ermöglichen. Beim geplanten Gruppenklärwerk wurde die Eingriffsintensität in die Kocheraue thematisiert. Durch technische Optimierungen konnte der Flächenbedarf bereits reduziert werden. Für das Projekt wird zeitnah mit einer Genehmigung durch das Land gerechnet.

Die Stadtverwaltung setzt weiterhin auf umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur. Zahlreiche Bauprojekte, darunter Schulen, Kindertagesstätten sowie Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrhäuser, konnten bereits umgesetzt oder auf den Weg gebracht werden. Ergänzend wurden Sanierungsmaßnahmen im Bereich Wohnen sowie der Baustart der Mobilitätsdrehscheibe Elsa angekündigt.

Bürgermeister Neumann steht auf der Bühne, Mikro in der Hand, links neben ihm eine Folie mit einem Foto des Gesundheitscampus medikün
Bürgermeister Stefan Neumann nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf einen Gang durch die laufenden Projekte und Maßnahmen. Foto: Carmen Schniepp, Foto Linke GmbH.

Im Rahmen der Einwohnerversammlung wurden auch konstruktive Hinweise und Anregungen aus der Einwohnerschaft aufgegriffen. Dabei standen insbesondere der Zustand einzelner Straßen sowie der weitere Ausbau der Breitbandinfrastruktur im Fokus. Die Einwohnerinnen und Einwohner schilderten ihre Erfahrungen, unter anderem zu zeitlichen Abläufen und Abstimmungen zwischen verschiedenen Anbietern. Die Stadtverwaltung nimmt diese Rückmeldungen sehr ernst und steht hierzu im engen Austausch mit den beteiligten Unternehmen. Zugleich wurde erläutert, dass der Breitbandausbau maßgeblich durch privatwirtschaftliche Akteure erfolgt, die Stadtverwaltung jedoch weiterhin unterstützend begleitet und sich für eine möglichst zügige und transparente Umsetzung einsetzt.

Um Versorgungslücken vorzubeugen, wurden vorsorglich 20 Millionen Euro Ausgaben eingeplant, um die Bereiche, die nicht durch externe Unternehmen abgedeckt werden, auszubauen. Die Stadtverwaltung verdeutlichte in dem Zuge auch, dass man im Sinne der Nachhaltigkeit Wert darauflege, diese – wo möglich - mit anderen geplanten Maßnahmen zusammenzulegen, wenn man die Straßen und Gehwege öffne.

Die Veranstaltung unterstreicht, dass sich Künzelsau auf einem stabilen und zukunftsorientierten Kurs befindet. Gleichzeitig bleibt es erforderlich, bestehende Herausforderungen aktiv anzugehen. Der offene Austausch zwischen Bürgerschaft und Verwaltung wird dabei weiterhin als wesentlicher Bestandteil für die nachhaltige Entwicklung der Stadt betrachtet.