Blick auf das neue Rathaus in Künzelsau.

Erweiterung der Urnengrabfelder abgeschlossen

Neue Beisetzungsplätze im Friedhof Künzelsau

Blick auf das neue bepflanzte Grabfeld mit gepflasterten Wegen in kreisförmiger Wegeführung.
Das neue Grabfeld für Einzel- und Familiengrabstätten liegt am Friedhofseingang am Oberen Tor. Fotos: Stadtverwaltung Künzelsau.

Die Stadtverwaltung Künzelsau hat die Erweiterung und Neugestaltung der Urnengrabfelder auf dem Friedhof erfolgreich abgeschlossen. Hintergrund der Maßnahme war die in den vergangenen Jahren deutlich gestiegene Nachfrage nach Urnen- und Baumgräbern. Insbesondere bestand vermehrt Bedarf an Familiengrabstätten, während das bisherige Grabfeld 13b, welches auf Seite der Seestraße liegt, ausschließlich Einzelgräber vorsah.

Bereits im Jahr 2024 wurde das Projekt initiiert. In enger Abstimmung zwischen der Stadtverwaltung, der Entwurfsplanung sowie mit Ralph Gruber, Bauhof Langenburg, wurden erste konzeptionelle Überlegungen für ein neues Urnengrabfeld entwickelt. Die Entwurfsplanung für das neue Grabfeld 8, welches am Friedhofseingang am Oberen Tor liegt, übernahm Garten- und Landschaftsarchitektin Gabriele Aigner-Hornung, die ein Konzept erarbeitete, das sowohl Einzel- als auch Familiengrabstätten berücksichtigt.

„Ziel meiner Planung war es, innerhalb der linearen und strengen Struktur des Friedhofes einen Bereich zu schaffen, der sich von dieser durch Hecken abgrenzt und einen geschützten Raum mit landschaftlicher Gestaltung entstehen lässt. Die dort herrschende helle und freundliche Atmosphäre vermittelt Geborgenheit und lädt zu Begegnungen ein - zwischen den Lebenden untereinander und im Stillen mit den Verstorbenen,“ erläuterte Gabriele Aigner-Hornung.

Im Jahr 2024 wurde das Projekt in die konkrete Ausführungsplanung überführt. Diese sowie die Objektüberwachung lagen in den Händen des freien Landschaftsarchitekten Roland Steinbach. Die Wegebauarbeiten wurden durch den Bodenverband umgesetzt. Im Jahr 2025 folgte die Ausschreibung und Realisierung der Pflanzarbeiten für die Grabfelder 8 und 13b durch die Hohenloher Baumschulen.

„Bei der Umsetzung war es uns wichtig, sowohl funktionale als auch gestalterische Aspekte in Einklang zu bringen. Die Anlage vereint klare Strukturen mit einer modernen Bepflanzung und schafft so einen ruhigen, würdevollen Ort des Gedenkens“, so Roland Steinbach.

Blick auf das neue Grabfeld, im Hintergrund die Friedhofskirche

Die Bau- und Pflanzmaßnahmen konnten im Laufe des Jahres 2025 weitgehend abgeschlossen werden. Nach einer Vegetationsperiode erfolgte im Jahr 2026 die endgültige Abnahme der Anlage.

Das neue Grabfeld umfasst drei Urnenbereiche für Einzelgräber innerhalb von Staudenpflanzungen. Diese sind als gemeinschaftliche Grabform gestaltet: Die Namen der Verstorbenen werden auf einer der drei zentralen Stelen oder auf zentral gelegenen Findlingen mittels Plaketten angebracht. Der genaue Beisetzungsort ist den Plaketten nicht individuell zugeordnet. Ergänzend wurden Urnen-Erdrohre installiert, die Mehrfachbelegungen ermöglichen und gleichzeitig den Arbeitsaufwand bei Bestattungen reduzieren. Angeboten werden Doppel-, Dreifach- und Vierfachgräber.

Insgesamt stehen Kapazitäten für 128 Beisetzungen zur Verfügung:
  • 63 Plätze in Einzelgräbern (Plakettenlösung)
  • 38 Plätze in Doppelgräbern mit Erdrohr und Steinplatte
  • 15 Plätze in Dreifachgräbern
  • zwölf Plätze in Vierfachgräbern.

Zusätzlich wurde die Bepflanzung im bestehenden Grabfeld 13b fertiggestellt. Die gesamte Anlage ist mit einem frostfreien Wasseranschluss ausgestattet und verfügt über mehrere Sitzbänke, die Besucherinnen und Besucher zum Verweilen einladen.

Die Kosten für Planung und Umsetzung belaufen sich auf rund 120.000 Euro. Die endgültige Abrechnung erfolgt nach Vorlage der Schlussrechnung.