Blick auf das neue Rathaus in Künzelsau.

Themenwoche: Verpackungsfreies Einkaufen in Künzelsau

Eine Woche – Ein Thema

Foto Kaufmännische Schule Künzelsau.

In der letzten Woche ging es hier jeden Tag um das Thema „Verpackungsfreies Einkaufen“. Die Stadt Künzelsau hat sich mit dieser Themenwoche und dem Aktionstag am vergangenen Freitag beim Wochenmarkt an den Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit beteiligt. Ziel der Aktionstage ist es, vorbildliches Engagement in ganz Deutschland sichtbar zu machen, öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Nachhaltigkeit zu erregen und mehr Menschen zu einem nachhaltigen Handeln zu bewegen. Alle können etwas zum Besseren verändern.

Weiterführende Information zum Thema Nachhaltigkeit: Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Weltgemeinschaft Agenda 2030

Dass jeder etwas dazu beitragen kann, zeigt das Engagement der Schülerinnen und Schüler der Kaufmännischen Schule in Künzelsau. Ab sofort bietet der Dönerwagen von Herr Akdogan auf dem Pausenhof der Schule seine Gerichte auch verpackungsfrei an -  auf Initiative der Jugendlichen. Mit eigenen Dosen, Wachstüchern und anderen Utensilien können die Schüler ihren Döner, Yufka und andere Gerichte problemlos einpacken lassen. Eine tolle Aktion!

Weitere Informationen zur Aktion gibt es hier.

„Viele unserer Einwohnerinnen und Einwohner kennen die Nachhaltigkeitsziele der Weltgemeinschaft noch nicht. Für uns als Kommune sind diese ein guter und nützlicher Rahmen für ein nachhaltiges Miteinander,“ so Bürgermeister Stefan Neumann „Gemeinsam mit dem Gemeinderat haben wir die ‚Strategie 2030 – Wir gestalten gemeinsam unsere Zukunft in Künzelsau‘ ins Leben gerufen, die wichtige Zukunftsthemen für Künzelsau umfasst. Im Ergebnis unser Nachhaltigkeitswoche kann festgestellt werden, dass jeder seinen Beitrag leisten kann. Mit einem kleinen Schritt kann jeder beginnen."

Die Themenwoche ist eine Maßnahme aus der „Strategie 2030“. Der Gemeinderat hat damit fünf Schwerpunktthemen definiert und gemeinsame Ziele für die nächsten Jahre festgelegt, u.a. für das Thema „Zukunft Klima“. Weitere Informationen zur Strategie 2030 sind hier zu finden.

Themenwoche: Verpackungsfreies Einkaufen in Künzelsau

Zahlen und Fakten zum Müll

Foto Klimabeirat Künzelsau.

Es lohnt sich, unnötigen Müll zu vermeiden bzw. diesen ordnungsgemäß zu entsorgen.

  • Das Pro-Kopf-Aufkommen an häuslichen Abfällen lag 2021 in Baden-Württemberg bei insgesamt 364 kg pro Jahr.
  • 2021 sammelte jede in Baden-Württemberg wohnende Person durchschnittlich etwa 32 kg pro Jahr an Leichtverpackungen. Hierunter fallen bspw. Verkaufsverpackungen aus Metall oder Kunststoffen (einschließlich Styropor).
  • Beim Hausmüll sind es 2021 im Hohenlohekreis ca. 105 kg, bei der Biotonne etwa 104 kg pro Einwohnerin oder Einwohner.
  • Leichtverpackungen vor der Sortierung im Hohenlohekreis sind 2021 30 kg pro Einwohnerin oder Einwohner pro Jahr angefallen. 2020 waren es noch 38 kg pro Einwohnerin oder Einwohner.

Siehe Abfallbilanz 2021

  • 10 bis 20 Jahre: Solange benötigt eine Einkaufstüte im Meer, bis sie sich komplett zersetzt hat.
  • rund 450 Jahre: Solange dauert es, bis sich eine PET-Flasche im Wasser zersetzt und in Form von Mikroplastik auf den Meeresgrund sinkt.

Siehe Statistiken zum Thema Kunststoffmüll.

Themenwoche: Verpackungsfreies Einkaufen in Künzelsau

Foto Stadtverwaltung Künzelsau.

Künzelsauer Wochenmarkt

Auf dem Wochenmarkt, der immer dienstags und freitags von 8 bis 12.30 Uhr (von Mai bis September ab 7 Uhr) am Unteren Markt stattfindet, gibt es neben Obst, Gemüse und Blumen viele Spezialitäten aus der Region. Gerade der Freitagsmarkt hat ein besonders umfassendes Angebot an mehr als 15 Ständen.

Auch heute findet der Wochenmarkt statt mit einem breiten Angebot an unverpackten Produkten. Einfach einen Korb oder eine Tasche mitbringen. Wer dies nicht dabei hat, kann eine „gespendete“ Tasche mitnehmen. Immer dienstags und freitags zu den Zeiten des Wochenmarktes sind die Taschen an der Überdachung am Unteren Markt verfügbar.  

Themenwoche: Verpackungsfreies Einkaufen in Künzelsau

AG Abfallvermeidung des Klimabeirats

Neben dem Vermeiden von (unnötigen) Verpackungen, beschäftigt sich die AG Abfallvermeidung des Klimabeirats mit weiteren Ideen zur Verringerung des Müllaufkommens. 

Der Klimabeirat regt an: Kaufen Sie möglichst ohne oder mit wenig Verpackung ein. Vermeiden Sie Müll.

Hier geht es zum Flyer.  (294 KB)

Im Flyer sind einfache Möglichkeiten dargestellt wie zum Beispiel:

  • Leitungswasser trinken spart viel Verpackung und Transport
  • Stoffwindeln statt Einwegwindeln vermeiden große Mengen an Müll
  • das Entsorgen von Zigarettenkippen über den Restmüll - und nicht etwa im Gully - entlastet die Umwelt ganz ungemein
  • außerdem gibt es Tipps zum besseren Nutzen und zum korrekten Entsorgen von Verpackungen

Themenwoche: Verpackungsfreies Einkaufen in Künzelsau

Einmal ohne, bitte

Foto Hohenlohe for Future.

Auch die Initiative „Einmal ohne, bitte“ befasst sich mit dem Thema „Verpackungsfreies Einkaufen“. Und auch in Künzelsau ist diese aktiv - es gibt bereits 14 Partnergeschäfte, die ihre Produkte verpackungsfrei anbieten. „Mit der Initiative können alle nur gewinnen.“ so Silvia Schöne, die sich für „Einmal ohne, bitte“ in Künzelsau engagiert „Denn ab 2023 tritt die Novelle des Verpackungsgesetzes §33 und §34 in Kraft, welche eine Aufklärungspflicht über mitgebrachte Behälter im ToGo-Bereich vorschreibt - auch wenn Geschäfte kein Mehrwegsystem anbieten müssen.“ Diese Aufgabe übernehmen Flyer und Sticker von „Einmal ohne, bitte“, die auch eine genaue Hygieneanleitung geben.

Viele Geschäftsleute haben verstanden, dass sie durch die Initiative Ausgaben für Verpackungen einsparen können und zusätzlich einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Der Besitzer eines Kebap Imbiss gibt an, dass er täglich 120 Meter Alufolie in Künzelsau verbraucht. Es gibt mehrere Anbieter in Künzelsau. Das zeigt das große Potenzial dafür. Aber auch Bäckereien und Metzgereien, welche das Label hauptsächlich anspricht, sind wichtige Unterstützer, damit das verpackungsfreie Einkaufen zur Normalität wird. Von einem geringeren Müllaufkommen profitiert das Klima und somit die gesamte Gesellschaft.

Vor allem kommt es aber darauf an, dass möglichst viele Kunden*innen an ihre Stoffbeutel, Einmachgläser, Frischhalteboxen, Kaffeebecher und Wachstücher denken, bevor sie zum Einkaufen gehen. Daher hat das Team von Hohenlohe for Future ein kreatives Workshopprogramm entwickelt, um Menschen für ihre individualisierten, selbst hergestellten Verpackungen zu begeistern.

Teilnehmende Geschäfte in Künzelsau:

  • Marktstand und Demeter Hofladen Frank
  • Metzgerei Zum Wilden Mann
  • Marktstand Käsevertrieb Claudia Bayer
  • Marktstand Geflügelhof Sommer
  • Marktstand Feinkost Bektas
  • Steinhäußers Hofladen Gaisbach
  • Bäckereicafé Backstube Hermann Härdnter
  • Schäfer Hohenloher Fleisch und Wurst
  • Rialto Eis Boutique Künzelsau
  • Dimis Hellas Gyros
  • Sofra Pizza & Kebap
  • Sila Pizza & Kebap
  • Zafer Kebap & Pizza
  • Hofladen Kornblume

Weitere Informationen: Silvia Schöne, Botschafterin der Initiative in Hohenlohe, silvia.schoene@einmalohnebitte.de und www.einmalohnebitte.de

Themenwoche: Verpackungsfreies Einkaufen in Künzelsau

Hohenlohe to go

Foto Hohenlohe-to-go.

Der Hohenlohekreis entwickelt sich beim Thema Mehrwegsystem für die Gastronomie zum regelrechten Trendsetter. Als erster Landkreis hatte er über vier Wochen hinweg einen mehrteiligen Online-Dialog mit Anbietern von Speisen und Getränken zum Mitnehmen geführt. Bereits 2021 stand das Ergebnis fest: Das Mehrwegsystem „Hohenlohe to go“ soll im kompletten Hohenlohekreis etabliert werden. Die ersten 100 Teilnehmer erhalten eine attraktive Förderung von der Wirtschaftsinitiative Hohenlohe, einer gemeinsamen Initiative des Landkreises und der Sparkasse. „Wir wollen einen Beitrag leisten zur Wirtschaftsförderung und zur Nachhaltigkeit und dabei die Marke Hohenlohe sichtbar machen“, erklärt die Geschäftsführerin der Wirtschaftsinitiative und Leiterin des Amts für Wirtschaftsförderung und Tourismus Caroline Bogenschütz. 

So funktionierts:

  • Interessierte Kunden können die Behältnisse ganz leicht bei den „Hohenlohe to go“-Partnerbetrieben ausleihen und Mahlzeiten oder Getränke, gegen eine Pfandgebühr von 5 € je Schale oder 2,50 € je Becher, in einem „Hohenlohe to go“-Behälter mitnehmen. Die Speisen und Getränke können anschließend bequem unterwegs, am Arbeitsplatz oder Zuhause verzehrt werden.
  • Beim nächsten Restaurantbesuch wird der „To go“-Behälter bei einem beliebigen Partnerbetrieb abgegeben und der Kunde erhält die Pfandgebühr zurück. Der Tausch gegen einen neuen professionell gereinigten „To go“-Behälter ist bei der erneuten Mitnahme von Speisen oder Getränke ebenfalls möglich.

„Hohenloge to go“: Warum sollte ich da mitmachen?

  • nachhaltig: Die Schalen und Becher sind wiederverwendbar. Der „Hohenlohe to go“-Nutzer vermeidet also Müll.
  • regional: Die Initiative unterstützt regionale Anbieter von Speisen und Getränken zum Mitnehmen – vom Besenwirt über den Biomarkt bis hin zum Hotelrestaurant.
  • praktisch: Die Schalen und Becher können in allen teilnehmenden Betrieben wieder abgegeben werden, unabhängig davon, wo man sie erhalten hat.
  • vernetzt: Auch Partnerbetriebe von „Local to go“ und „Brackenheim to go“ außerhalb des Hohenlohekreises nehmen die „Hohenlohe to go“-Schalen und Becher an.

Diese Betriebe in Künzelsau machen schon mit:

  • Café Auszeit im Hotel Anne-Sophie, Künzelsau
  • Metzgerei Zum Wilden Mann, Künzelsau

Weitere Informationen: W.I.H.-Wirtschaftsinitiative Hohenlohe GmbH, info@wih-hohenlohe.de und www.wih-hohenlohe.de/Hohenlohe-to-go

Verpackungsfreies Einkaufen in Künzelsau

Aktionstag auf dem Wochenmarkt

Wer heute keine Tasche dabei hat, kann sich bedienen und eine „gespendete“ Tasche mitnehmen. Foto Stadtverwaltung Künzelsau.

Verpackungsfreies Einkaufen liegt im Trend – und es leistet einen positiven Beitrag zur Müllvermeidung. Welche Möglichkeiten gibt es in Künzelsau verpackungsfrei einzukaufen? Wo lässt sich unnötige Verpackung vermeiden? Und auf welche alternativen Verpackungsmöglichkeiten kann man zurückgreifen? Um diese Themen geht es bei der Themenwoche und beim heutigen Aktionstag von 8 bis 12 Uhr auf dem Wochenmarkt.

Der Künzelsauer Wochenmarkt ist der ideale Ort um regional und verpackungsfrei einzukaufen. Jeden Dienstag und Freitag von 8.00 bis 12.30 Uhr (von Mai bis September ab 7 Uhr) gibt es am Unteren Markt Obst, Gemüse und vieles mehr. Wer eine Tasche oder einen Korb dabeihat, kann die meisten Produkte ohne Verpackung mitnehmen. Wer heute keine Tasche dabei hat, kann sich bedienen und eine „gespendete“ Tasche mitnehmen. Viele Stofftaschen liegen unbenutzt zu Hause. Gut erhaltene Taschen können am Informationsstand der Stadtverwaltung beim Wochenmarkt abgegeben werden und stehen dann anderen Käuferinnen oder Käufern zur Verfügung, die keine Tasche dabei haben. Beim Workshop von „Hohenlohe for Future“ und „Einmal ohne, bitte“ kann man selbst aktiv werden. Hier wird gezeigt, wie mit einfachen Mitteln alternative Verpackungen hergestellt werden. Wer möchte kann ein oder mehrere T-Shirts mitbringen, aus denen dann eine Einkaufstasche wird. Mit dabei ist auch das Klima-Zentrum Hohenlohekreis, das unter anderem über das Mehrwegsystem „Hohenlohe to go“ informiert sowie die AG Abfallvermeidung des Künzelsauer Klimabeirats mit Tipps zur Müllvermeidung. 

Themenwoche mit Aktionstag „Verpackungsfreies Einkaufen“ beim Wochenmarkt

Nachhaltig in Künzelsau

Kunden am Wochenmarkt
Einkaufen auf dem Wochenmarkt – regional und verpackungsfrei. Foto Rolf Hartbrich.

Die Stadt Künzelsau beteiligt sich an den Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit mit einer Themenwoche und einem Aktionstag „Verpackungsfreies Einkaufen“ am Freitag, 23. September 2022 von 8 bis 12 Uhr auf dem Wochenmarkt.

Informationen

Die Themenwoche „Verpackungsfreies Einkaufen“ startet mit einem Aktionstag am Freitag, 23. September 2022 von 8 bis 12 Uhr beim Wochenmarkt am Unteren Markt. Anschließend wird bis Donnerstag, 29. September 2022 auf der städtischen Webseite unter www.kuenzelsau.de und in den sozialen Medien jeden Tag über das Thema berichtet.

Strategie 2030

Dies ist eine Maßnahme aus der „Strategie 2030 – Wir gestalten gemeinsam unsere Zukunft in Künzelsau“. Der Gemeinderat hat im Rahmen der „Strategie 2030“ fünf Schwerpunktthemen definiert und gemeinsame Ziele für die nächsten Jahre festgelegt, unter anderem für das Thema „Zukunft Klima“.